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Sind Jagd und Jäger in Deutschland noch zeitgemäß?

von Michael Saar

Die häufigsten Jagdgegner-Lügen

Sind Jagd und Jäger in Deutschland noch zeitgemäß?
10 kritische Fragen und was wirklich dahinter steckt
1. Warum gibt es in Deutschland immer mehr Jäger, geht es um Waffen?
• Angehende Jäger nennen das intensive Naturerlebnis an erster Stelle unter den Top-5-Gründen. Das Ergebnis zahlreicher Umfragen ist nicht verwunderlich, leben wir doch in einer Dienstleistungsgesellschaft. Die meiste Zeit verbringen wir in geschlossenen Räumen vor dem Computer oder am Telefon.
• Sich selbst etwas für den Kochtopf zu schießen – natürlicher und ursprünglicher geht es wohl kaum. Wildfleisch ist folgerichtig ein weiteres Hauptargument, dass angehende Jäger in Umfragen als Motivation nennen, den Jagdschein zu machen. Selbst kochen und bewusster genießen: das liegt im Trend. Immer mehr Menschen wollen wissen woher ihr Essen kommt. Begehrt sind Naturprodukte – am besten aus der Region.
• Die erlebte Gemeinschaft und praktische Naturschutzarbeit sind ebenfalls häufig genannte Argumente für den Jagdschein.
• Der Umgang mit Waffe oder das Töten von Tieren sind übrigens keine Beweggründe, den Jagdschein zu machen. Wem es ums Schießen geht, der nimmt nicht die Hürde von über 100 Stunden Theorieunterricht und bis 80 Stunden Praxis in 6 Fachbereichen auf sich.
• Seit der Wiedervereinigung ist die Zahl der Jäger um 13,5 Prozent gestiegen, der Trend hält an.
2. Für die Freude an der Natur braucht man ein Schießgewehr?
• Jagd ist tiefes Erleben der Natur, verantwortungsvolles Handwerk und Beute machen. Zum Beute machen wird das Gewehr gebraucht. Das Reduzieren von Wildbeständen und das Gewinnen von Wildbret setzen voraus, dass Tiere getötet werden. Das gilt für jedes Schnitzel und Steak in der Fleischtheke eines Supermarktes.
• Jagd ist eine der ältesten Formen des Nahrungserwerbs und dabei sehr Ressourcen schonend: Kein Einsatz von industriellen Futtermitteln oder Medikamenten. Das Wild frisst, was es will und bewegt sich in der frischen Luft.
• Es braucht etwa 20 Stunden, um ein Wildschwein zu erlegen und 10 Stunden für ein Reh. In dieser Zeit des Wartens erleben Jäger die Natur mit allen Sinnen und entdecken Dinge, die anderen Menschen verborgen bleiben.
• Heutzutage nutzen viele Menschen die Landschaft nur noch als Kulisse: Aus dem Kopfhörer rieselt Musik, während man mit dem Rad ein paar Runden durch Feld und Wald dreht. Das ist bei der Jagd anders.
3. Jäger sind meist Freizeitjäger – braucht es mehr Professionalität?
• Jäger sind die einzigen Naturschützer mit staatlicher Prüfung. Die Jägerprüfung wird nicht umsonst „Grünes Abitur“ genannt: mindestens 100 Stunden Theorie und bis zu 80 Stunden Praxis (Schießübungen und Exkursionen) in sechs Fachgebieten muss ein angehender Jäger absolvieren, um die Jägerprüfung bestehen zu können.
• Das Management von Wildbeständen funktioniert nur gemeinsam mit den privaten Jägern: Es gibt lediglich 1.000 Berufsjäger, aber 360.000 ehrenamtlich tätige Jäger.
• Diese "Freizeitjäger" erlegten im vergangenen Jagdjahr bundesweit 1,14 Millionen Rehe und 0,6 Millionen Wildschweine – auch im Interesse von Forstverwaltungen und Landwirten. Diese Arbeit geschieht ehrenamtlich. Selbst beim derzeitigen Mindestlohn von 8,50 Euro (unteres Lohnniveau) läge die monetäre Wertschöpfung allein für das Erlegen von Rehen und Wildschweinen schon bei 245 Millionen.
• Wenn man die bejagbare Fläche in Deutschland von 35.000.000 Hektar, Lohnkosten für Berufsjäger und Helfer sowie Betriebskosten für Maschinen und Ausrüstung in die Rechnung einbezieht, dann ist die Arbeit der privaten Jäger etwa 2,7 Milliarden Euro jährlich wert. Geld, das sonst vom Steuerzahler aufgewendet werden müsste. Entsorgung von verunfalltem Wild, Pflege von Biotopen oder Umweltbildung sind bei dieser Rechnung nicht berücksichtigt.
• In niedersächsischen Landesforsten erlegen ehrenamtlich tätige Jäger beispielsweise 75 Prozent der Rehe und Hirsche. Ohne sie müsste jeder Revierförster in Niedersachsen jährlich über 100 Stück Schalenwild erlegen.
4. Warum müssen Jäger das erlegte Wild zur Schau stellen oder fotografieren? Ein Landwirt macht das mit seinem Schlachtvieh ja auch nicht.
• Fotos vom erlegten Wild, Geweihe oder Keilerzähne an der Wand sind Erbe einer uralten Tradition: Schon unsere Vorfahren haben nach erfolgreicher Jagd entsprechende Szenen in die Höhlenwand geritzt. Es geht schlicht um die Erinnerungen an das Erlebnis.
• Rituale wie der „letzte Bissen“ oder das „Verblasen der Strecke“– für jede Tierart gibt es ein Jagdhornsignal – zeugen von Respekt und Ehrung für jede einzelne Kreatur, die erlegt wurde. Das ist eben der Unterschied zur modernen Nutztierhaltung.
• Jagd ist nicht mechanisiert und industriell. Jäger beschäftigen sich direkt und hautnah mit der Natur, mit der Kreatur und dem Tod.
• Fleisch zu essen ist immer damit verbunden, vorher ein Leben zu nehmen. Dessen sollte man sich bewusst sein. Das ist für Jäger, die ein Reh erbeuten präsenter als für viele Verbraucher, die ihr Schnitzel einfach aus der Kühltheke nehmen. Der Vorgang des Tötens wird ausgeblendet, ist weit weg und passiert anonym im Schlachthaus.
• Jagdgegner und Tierschützer wollen uns oft glauben machen, dass es grausam sei, Natur zu nutzen. Sie vergessen dabei, dass für jeden Billigflug in die Südsee oder jedes Handy, jede modische Jeans oder jedes Billigschnitzel tagtäglich Raubbau und Ressourcenverschwendung betrieben wird. Wir Europäer verschwenden so viele Ressourcen, dass es vier Planeten bräuchte, wenn alle Menschen so lebten - auf Kosten von Mensch und Tier.
• Worin sollen vor dem Hintergrund dieser Fakten Schädlichkeit oder gar Grausamkeit der Jagd liegen?
5. Warum brauchen wir rund 140 Arten im Jagdrecht? Forderungen gehen dahin, nur etwa ein Dutzend häufige Arten darin zu belassen.
• Das Jagdrecht ist ein Eigentumsrecht. Die Reduzierung des Katalogs der jagdbaren Arten verletzt dieses Eigentumsrecht.
• Das Jagdrecht ist auch ein Schutzrecht: Seltene Arten, die dem Jagdrecht unterliegen, profitieren von der Hegeverpflichtung, die für Jäger und Grundeigentümer gilt und sogar gesetzlich verankert ist.
• Seehund, Seeadler, Fischotter, Luchs, Wildkatze: Diese Arten unterliegen dem Jagdrecht und sind ganzjährig geschützt. Weil sie dem Jagdrecht unterliegen, fließt Geld aus der Jagdabgabe – die jeder Jäger entrichten muss – in deren Schutz und Erforschung. Zudem verbessern Jäger durch praktische Naturschutzarbeit den Lebensraum. Alle genannten Arten sind im Aufwärtstrend. Der Seeadler wurde 2009 sogar von der Roten Liste genommen.
• Zur Hegeverpflichtung für seltene Arten gehört auch die Bejagung von räuberischen, anpassungsfähigen Arten wie Fuchs, Waschbär, Marder.
• Vergehen gegen das Jagdrecht werden grundsätzlich höher bestraft als gegen das Naturschutzrecht.
Praxisbeispiel:
Gemäß Bundesnaturschutzgesetz zählen Greifvögel zu den besonders geschützten Arten und unterliegen somit neben dem Jagdrecht auch dem Naturschutzrecht. Im Jagdrecht genießen alle Greifvögel eine ganzjährige Schonzeit, womit eine Bejagung verboten ist. Wird ein Greifvogel, z.B. ein Mäusebussard trotzdem verletzt oder getötet, macht sich der Täter sowohl nach den jagdrechtlichen Vorschriften (§ 38 BJagdG) als auch nach den naturschutzrechtlichen Vorschriften (§ 69 BNatSchG) strafbar. Nach § 38 BJagdG kann derjenige, der z.B. einen Mäusebussard tötet mit einer Freiheitsstrafe von bis zu 5 Jahren oder Geldstrafe belegt werden. Nach § 69 BNatSchG liegt in diesem Fall lediglich eine Ordnungswidrigkeit mit Bußgeldzahlung vor.
6. Warum überlassen wir die Natur in Deutschland nicht sich selbst und schaffen die Jagd ab?
• Das Jagdausübungsrecht genießt den Schutz des Artikels 14 unseres Grundgesetzes und ist deshalb gar nicht so einfach abzuschaffen.
• Deutschland ist vom Menschen stark geprägt. Wir leben in einer Kulturlandschaft. „Wildnis“ gibt es nicht mehr. Landwirtschaft, Industrie, Verkehr und Siedlungen prägen das Bild. Wir Jäger müssen bestimmte anpassungsfähige Arten im Bestand reduzieren und seltene Lebensräume verbessern. Das ist wichtig,
o um spezialisierten Arten wie Feldlerche, Feldhase oder Feldhamster zu helfen, etwa durch das Anlegen von Blühstreifen und die Bejagung von Füchsen.
o um Tierseuchen zu vermeiden, wie etwa Schweinepest oder Tollwut beim Fuchs. (Seit 2008 ist Deutschland tollwutfrei, Einschleppung aus Osteuropa jederzeit möglich)
o um wirtschaftliche Schäden abzuwenden, wie etwa Fraßschäden im Wald und auf Feldern.
• Die Natur sich selbst zu überlassen bedeutet in unserer Kulturlandschaft:
o Immer mehr Wildschweine und schließlich Schweinepest. Tritt diese auf, müssen tausende Hausschweine vorsorglich getötet werden, Deutschland darf kein Schweinefleisch mehr ausführen.
o Seltene Arten werden weiter zurückgedrängt und sterben regional aus, weil räuberische, anpassungsfähige Arten wir Fuchs oder Marder sich ausbreiten
o Immer mehr Rehe und Hirsche: Junge Bäume sterben ab oder wachsen schlecht, weil Knospen und Triebe großflächig abgefressen werden.
• Selbst in waldreichen Nationalparken wie in der Eifel oder in der Müritz werden deshalb Rehe und Hirsche gejagt. In Schutzgebieten für seltene Wiesenvögel werden Füchse und Marder gejagt, auch von anderen Naturschutzverbänden und staatlichen Organisationen.
Praxisbeispiel:
Deutschland will mehr nachwachsende Rohstoffe (Biogas) anbauen und hat sich in internationalen Abkommen verpflichtet, die Artenvielfalt zu fördern. Ein Zielkonflikt, der sich nicht durch bloßes Zuschauen lösen lässt. Für Biogas und nachwachsende Rohstoffe bauen wir immer mehr Raps und Mais in Deutschland an – insgesamt sind über 10 Prozent der Bundesfläche damit bebaut. Das ist 26 mal mehr Fläche als vor 30 Jahren. Die Folge: Spezialisierte Arten der Feldflur wie Feldlerche, Feldhamster, Rebhuhn oder Feldhase sind auf dem Rückzug, anpassungsfähige Allesfresser wie das Wildschwein verlagern ihren Lebensraum vom Wald inzwischen für Monate ins Feld und fressen sich dick und rund: Sie können ihre Zahl innerhalb eines Jahres vervierfachen und werden schon mit 5 Monaten geschlechtsreif.
7. Warum gibt es immer mehr Rehe, Hirsche und Wildschweine in Deutschland? Liegt das daran, dass die Jäger kräftig füttern?
• Das Phänomen von steigenden Wildtierbeständen ist ein europäisches und hat nichts mit den Jägern zu tun: Nach Auskunft des Thünen-Instituts in Eberswalde hat sich die Zahl der erlegten Paarhufer (Reh, Hirsch, Wildschwein) in Zentraleuropa innerhalb von 40 Jahren verdreifacht, in Deutschland lediglich verdoppelt.
• Die Ursachen sind komplex, mehr Nahrung und Deckung sind allerdings die Hauptgründe. Allen voran der großflächige Anbau bitterstofffreier, energiereicher Nahrung wie Raps oder Mais. Hinzu kommt ein ungewollter steigender Eintrag des Düngers Stickstoff durch die Luft, der das Pflanzenwachstum ankurbelt. Eine Folge: sich häufende Mastjahre, also Jahre, in denen Eichen und Buchen im Wald große Mengen Samen produzieren. Zudem fehlen in den letzten Jahrzehnten überdurchschnittlich kalte Winter fast gänzlich, was die natürliche Sterblichkeit stark herabsetzt.
• Der Kulturfolger Wildschwein ist besonders erfolgreich und konnte seinen Lebensraum in Zentraleuropa innerhalb von vier Jahrzehnten verdreifachen – nicht zuletzt durch die geänderte Anbauweise in der Landwirtschaft und die inzwischen dauerhaft mögliche Besiedlung von landwirtschaftlichen Flächen und Ortschaften. Selbst in Schweden, Norwegen und Dänemark kommt das Wildschwein inzwischen vor, ebenso in Höhenlagen Österreichs. In den vergangenen 40 Jahren hat sich die Zahl der erlegten Schwarzkittel europaweit verzehnfacht.
• Das Füttern von Wildtieren ist in Deutschland grundsätzlich nur in Notzeiten erlaubt, die von Behörden ausgerufen werden – etwa bei Eisbedeckung, hohem Schnee oder Überschwemmungen. Artgerechtes Futter wird dann für Pflanzenfresser ausgebracht.
• 90 Prozent der Bevölkerung finden es wichtig, dass Jäger Wildtiere in Notzeiten füttern. Das zeigt die Imagebefragung des IfA-Instituts (2011).
8. Warum sollte das Schießen von streunenden Katzen nicht verboten werden? Schließlich gehören die Haustiere jemand, der durch den Tod seines Vierbeiners großes Leid erfährt.
• Jäger haben in vielen Fällen selbst ein Haustier, einen treuen Jagdhund. Deshalb können sie sehr gut nachvollziehen, wie schmerzlich der Verlust eines treuen Begleiters ist. Jägern geht es nicht darum, Nachbars Katze zu erschießen. In den Medien werden solche Einzelfälle – von denen wir uns ganz klar distanzieren – natürlich aufgegriffen.
• Es geht um die nach Angaben von Tierschutzverbänden mehr als 2,5 Millionen verwilderten, herrenlosen Hauskatzen. Diese haben einen Einfluss auf die heimische Tierwelt, wenn man Zahlen aus der Wissenschaft zugrunde legt. Demnach kann eine Katze bis zu 1.000 Vögel und kleine Säugetiere in den Monaten März bis August erbeuten.
• Deshalb ist fernab von Siedlungen der Abschuss das letzte Mittel und muss erhalten bleiben. Die Hauskatze stammt ursprünglich aus Ägypten und wird von Wissenschaftlern als große Gefahr für die heimische Tierwelt angesehen.
• Die Jäger fordern das Paderborner Modell für ganz Deutschland, um die Quelle von verwilderten Katzen endlich auszutrocknen: Jeder Katzenbesitzer muss seine Katze anmelden und kastrieren lassen. Das Risiko besteht jederzeit, dass sogenannte Freigänger ihre Jungen im Verborgenen zur Welt bringen. Das ist dann die nächste Generation von Streunern.
• In einschlägigen Internet-Foren lässt sich auch nachlesen, dass selbst gefütterte Hauskatzen Singvögel und Kleinsäuger jagen: http://www.gutefrage.net/frage/fressen-katzen-die-voegel-bzw-maeuse
• Zahlreiche Politiker äußern sich besorgt, dass die Artenvielfalt in Gefahr ist. Die Bundesregierung hat sogar internationale Abkommen zum Schutz der Artenvielfalt unterschrieben. Mit der Entnahme von verwilderten Hauskatzen leisten Jäger einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt.
9. Warum muss die Ausbildung von Jagdhunden an lebenden Tieren durchgeführt werden?
• Die Ausbildung von Jagdhunden am lebenden Wildschwein, am Fuchs oder an der Ente ist tierschutzgerecht und stellt sicher, dass später bei der Jagd auch nur Hunde zum Einsatz kommen, die tierschutzgerecht jagen. Es gibt keine Attrappen mit denen dies zu simulieren wäre.
• Videos und Fotos aus dem Ausland wollen uns glauben machen, dass bei der Ausbildung in Deutschland Hunde auf lebendes Wild gehetzt werden. Das stimmt nicht. Wie die Ausbildung von statten geht, zeigen Videos des DJV: http://www.youtube.com/user/DJVJagdschutzverband
• Wildschweingatter: Hunde werden mit zahmen Schweinen konfrontiert und müssen zeigen, dass sie Schweine aus dem Gebüsch treiben können ohne sich selbst zu gefährden, weil Wildschweine sehr wehrhaft sind. Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass Wildschweine dabei keinen Stress empfinden.
• Schliefenanlage: Hunde werden mit zahmen Füchsen konfrontiert. Ein direkter Kontakt ist während der gesamten Ausbildung nicht möglich, Hund und Fuchs sind durch ein Gitter getrennt. Der Hund muss in einem unterirdischen Röhrensystem den Fuchs finden und dann in einen Kessel treiben, dort ein drehbares Gitter bewegen, dass der Fuchs den Bau verlässt. Der Hund kann nicht folgen.
• Lebende Ente: Zum Einsatz kommen Enten, die von Hand aufgezogen und an den Menschen gewöhnt sind. Hunde müssen auf dem Wasser die Spur einer Ente verfolgen, die ins Schilf geschwommen ist und sich dort versteckt. Wenn der Hund die Ente aufstöbert und aufs Wasser treibt, wird sie vom Jäger im selben Augenblick erlegt. Es dürfen pro Hund während der gesamten Ausbildung nur 3 Enten verwendet werden. Voraussetzung: Hund hat die vorgelagerte Prüfung zur Schussfestigkeit bereits bestanden. Nur Hunde, die später auch Enten und Gänse apportieren sollen, dürfen geprüft werden.
10. Warum brauchen wir Fallen für die Jagd? Schließlich ist die Gefahr groß, dass Tiere leiden.
• Fallen sind unerlässlich, um dämmerungs- und nachtaktive räuberische Arten effektiv zu bejagen. Das sind Fuchs, Marderhund, Waschbär oder Mink. Allesamt Arten, die sich ausbreiten und seltene Arten regional im Bestand bedrohen können.
• Die in Deutschland eingesetzten Fallen sind tierschutzgerecht. Der DJV hat sogar gängige Fallentypen erfolgreich nach den international gültigen AIHTS-Standards testen lassen und testet weitere. AIHTS regelt Standards für die humane Fallenjagd. Das AIHTS-Abkommen wurde von Europa unterzeichnet und muss auch von Deutschland umgesetzt werden. Hier sind wir als Jäger schon einen Schritt weiter.
• Wir fordern die Regierung auf, schnellstmöglich eine Behörde zu benennen, die die Zertifizierung auch bescheinigt. Wir haben unsere Hausaufgaben schon gemacht.
• Totfang-Fallen: Das sogenannte Eiabzugeisen ist gängig, um Marder zu fangen. Es darf nur mit Fangbunker eingesetzt werden. Durch einen langen Eingang mit kleinem Durchmesser wird sichergestellt, dass beispielsweise keine (Wild-)Katzen.
• Lebendfang-Fallen: sind verblendet und somit dunkel im Innern. Es gibt keine scharfen Ecken, an denen sich Tiere verletzen können. Dadurch bleiben gefangene Tiere ruhig. Moderne Sensortechnik meldet sofort, wenn ein Tier gefangen wurde.
• Gute Beispiele für die Fangjagd zum Schutz von bedrohten Arten gibt es auf dem YouTube-Kanal des DJV: http://www.youtube.com/user/DJVJagdschutzverband
• Weitere Daten und Fakten zur Jagd in Deutschland gibt es auf der Seite www.jagd-fakten.de

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