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Rebhühner im Ostertal ausgewildert

von Michael Saar

Rebhühner im Ostertal

Dominique Kraushaar

&

Ortwin Drumm

 

Der Niederwildbestand im Saarland ist in den letzten Jahrzehnten stetig zurückgegangen.

Im Saarland wurden 2014 und die Jahre zuvor keine Rebhühner bejagt.

Soweit bekannt wurden bereits seit 1988 im Ostertal die Rebhühner von der Jagd verschont.

 

Die Ursachen dafür sind vielfältig.

 

Mit dazu beigetragen haben insbesondere:

-      Umwelteinflüsse

-      Veränderung in der landwirtschaftlichen Struktur

hier Abkehr von der Kleinfelderwirtschaft

Verlust von entsprechenden Biotopen

verstärkter Einsatz von Pestiziden

-      Vermehrung der Prädatoren

-      Einschränkung bei der Fuchsbejagung und Verbot der Krähenjagd

 

Diese Entwicklung schlug sich auch im Ostertal nieder.

In den 9 Jagdrevieren waren nur noch wenige Rebhühner zu verzeichnen.

Die Anlegung von Wildäckern, Schutzstreifen und sonstigen Biotopflächen konnten den Rückgang der Rebhühner nicht gänzlich verhindern.

 

Vor diesem Hintergrund, insbesondere der Erhaltung der Artenvielfalt im Niederwildbereich, erkundigte sich Herr Kraushaar im Frühjahr 2015 beim Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz über die Möglichkeit Rebhühner im Ostertal auszuwildern.

Die Genehmigung wurde vom Ministerium in Aussicht gestellt.

Daraufhin wurden die Möglichkeiten der Rebhuhnauswilderung mit allen Pächtern des Hegering Ostertal durchgesprochen.

7 Jagdreviere entschlossen sich an der Maßnahme teilzunehmen.

 

Durch Herrn Kraushaar wurde der erforderliche Antrag für die Auswilderung und Förderung der Maßnahme beim Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz gestellt.

Mit Schreiben vom 18.06.2015 wurde die Auswilderung von 270 Rebhühnern im Ostertal positiv beschieden.

Die Kosten der Auswilderung wurden vom Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz, unter finanzieller Beteiligung der teilnehmenden Jagdreviere, übernommen.

 

Schließlich wurden im Juli 2015 die Rebhühner, sie mussten zuvor einer Amtsärztlichen Untersuchung unterzogen werden, an die 7 Jagdreviere ausgeliefert.

In zuvor ausgesuchten Habitaten wurden die Rebhühner in die Freiheit entlassen.

 

Im September wurden die Rebhuhnketten überwiegend in den jeweiligen Revieren bestätigt.

 

Bleibt zu hoffen, dass sie gut durch den Winter kommen und von den Prädatoren verschont bleiben.

 

Ps.: Es handelt sich um Originalbilder der Rebhuhnauswilderungsmaßnahme im Ostertal  aus verschiedenen Jagdrevieren

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