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Öffentlichkeitsarbeit 2018

von Toni Schäfer

öffentliche Auftritte unserer Kreisgruppe

Lernort Natur im Kreis St. Wendel

 

Die Kinder und Jugendlichen wissen größtenteils nicht mehr, wer in ihrem Dorf oder ihrer Gemeinde noch Landwirt, Jäger oder Imker ist. Auch wie die tägliche Arbeit und Betätigung in Wald, Feld und Flur aussieht, ist den meisten Kindern unbekannt. Können wir die Kinder wieder näher an und vor allem öfter in die Natur bringen?

Eine, die älteste Landnutzungsform ist die Jagd. Aber Wild und Wildtiere kennt kaum noch ein Kind, wenn nicht ein Familienmitglied zur Jagd geht.

Wie fühlt sich ein Fuchsbalg an? Wie eine Sauschwarte? Und nein, das Reh ist eben NICHT die Frau vom Hirschen. Wer hat längere „Ohren“ -  Hase oder Kanin? Welche Wildtiere leben bei uns, in Feld und Flur unserer Gemeinde, in den Wäldern um unser Dorf??

Fachmann und kompetenter Ansprechpartner für all diese Fragen und noch viel mehr, ist der örtliche Jäger. Er kann auch noch zeigen, welches der Unterschied zwischen einem Fuchsbau und einer Dachsburg ist, und das im Jagdrevier des Dorfes! Mit dem „Lernort Natur Mobil“ ist zudem ein perfekt ausgestattetes Instrument vorhanden, das Wissen mobil an die Schule - oder noch besser ins Revier - zu tragen.

 

Nun gilt es „nur“ noch, die Bildungseinrichtungen und die Fachleute vor Ort zusammenzubringen, Schulen und Kindergärten ins Revier zu bringen.

 

Seit 1991 gibt es die Initiative „Lernort Natur“, seit 1991 bieten pädagogisch geschulte, ehrenamtlich tätige Jäger in ganz Deutschland erlebnisreiche Reviergänge an, um gemeinsam mit Kindern die Natur zu erfahren und zu lernen nachhaltig mit ihr umzugehen. So auch im Landkreis St. Wendel.

 

Die Kreisgruppe St Wendel bietet schon seit Jahren in Zusammenarbeit mit der Vereinigung der Jäger des Saarlandes (VJS) mit dem VJS-Lernort-Natur-Mobil an, eine Erlebnisreise in den heimischen Wald zu unternehmen, das Abenteuer Natur hautnah zu erleben.

 

Als Partner im BildungsNetzwerk St. Wendeler Land des Landkreises wurde eine konkrete Lernortbeschreibung formuliert mit speziellen Angeboten – altersgerecht vom Kindergarten bis zur weiterführenden Schule - die jeweiligen Reviere vor Ort der Bildungseinrichtungen handlungsorientiert zu erkunden und am Objekt die einzelnen Wildtiere kennen zu lernen. Kindergärten setzen bei ihren Anfragen eher auf das überwiegend sensorische Erleben und emotionale Kennenlernen der

 

 

Wildtiere(präparate). Diese wird durch ein Wiedersehen in der Grundschule durch erste Fach-Informationen ergänzt.

n einer ersten Kennenlern-Runde war das Lernort-Natur-Mobil schon 2012 an allen Grundschulen im Landkreis im Einsatz und wird seitdem regelmäßig angefragt. Aber auch die weiterführenden Schulen melden Bedarf an, ihre Unterrichtseinheiten mit dem Anschauungsmaterial rund um Wild und Natur, mit Präparaten, Tastbrettern mit verschiedenen Fellen, Spuren und vielem anderen mehr anschaulich zu ergänzen und be-greifbar zu machen.

 

Bei den besonderen Veranstaltungen des Landkreises, wie dem Kinderfest am Bostalsee oder dem Sport- und Erlebnistag, dem Erntedankfest auf dem Wendelinushof, den Eiweiler Lohheckentagen oder den Walhauser Köhlertagen ist das Lernort-Natur-Mobil stets präsent und ein verlässlicher Partner in Natur- und umweltpädagogischer Bildung, beim erlebnis- und handlungsorientierten Lernen in der Natur und den Revieren des

Landkreises St. Wendel.

 

Koordiniert wird dies vom stellvertretenden Kreisjägermeister und Obmann für Öffentlichkeitsarbeit der Kreisgruppe St. Wendel, Toni Schäfer, der bei den örtlichen Revierinhabern und Jägern bislang stets ein offenes Ohr fand, mitzuhelfen, die Neugier, Entdeckerlust, Phantasie aber auch das Nachdenken der Kinder zu fördern und anzuregen.

 

 

Die Kreisgruppe St. Wendel beteiligt sich außerdem an einem Gemeinschaftsprojekt „LandKultur verein(t)“, das die Haupt-Nutzergruppen des Ländlichen Raumes verstärkt in den Focus stellt. Die Aktivitäten und Leistungen der jeweiligen Landnutzergruppen zum Erhalt der regional typischen Kulturlandschaft sollen damit bei der (örtlichen) Bevölkerung bekannter gemacht werden.

 

 

      Ein besonderes Highlight und ein großer Erfolg, war wieder einmal die Teilnahme der Kreisgruppe St.Wendel am Bauern-, Winzer und Handwerkermarkt der Stadt St.Wendel am 27.05.2018.

      Die Jagdhornbläser vom Bläsercorps Diana-Alstal Blies, unterstützt von Bläsern der anderen Corps unseres Kreises- unter der Leitung von Wilhelm Müller, haben die Eröffnung des Marktes musikalisch umrahmt und die Jäger auch an verschiedenen Stellen in der Stadt innerhalb des Bauernmarktgeländes toll vertreten! Ebenso haben die Helfer an unseren Ständen, Getränke incl. Weinstand, Wildwurst- und Wildhackbraten und natürlich an den Präparaten hervorragendes geleistet und somit nicht nur ihr Wissen an den „Mann oder die Frau“ gebracht. Die Wildprodukte gingen weg wie warme Semmel und die „Bräter und Weckaufschneider“ kamen an ihre Leistungsgrenze. Nicht nur der Bürgermeister der Stadt St.Wendel, Peter Klär war begeistert, sondern auch die vielen Besucher unserer Stände. Durch den Verkauf von Wildprodukten und Getränken plus Spenden kann nun eine Spende von € 1000,-  an das Kinderhospiz übergeben werden. Hier hat sich gezeigt, dass die Kreisgruppe St.Wendel auf einem guten Weg ist, und keinen Grund hat, mit der Jagd der Öffentlichkeit fern zu bleiben, denn die Jagd ist ein Stück Kulturgut, welches zum Leben dazugehört. Umso höher ist es zu bewerten, dass sich nun auch Jungjäger an unserem gemeinsamen Ziel beteiligen.

      So geht ein Weidmannsdank nicht nur an die Helferinnen und Helfer an diesem Tag, sondern auch an die Jägerinnen und Jäger, die einfach so vorbei kamen und somit ihren Teil zu einem erfolgreichen Auftreten und der Gemeinsamkeit beitrugen.

So geht Öffentlichkeitsarbeit  !

 

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